Paris  

Bonjour Mesdames et Messieurs!

Am 10. Februar 2013 brachen 13 Auszubildende der Beruflichen Schule der Hansestadt Rostock voller Erwartungen und Neugierde nach Paris auf. Nach zwölf Stunden Fahrt, trotz der 320km/h im TGV, checkten wir zunächst im Hotel ein. Nach einem sehr herzlichen Empfang im französischen „Lycée François Rabelais“ in Dugny startete auch gleich das Programm der ersten Woche: Tandem-Sprachkurs mit den französischen Partnern. Wir lernten uns kennen und stellten fest, dass nicht alle Klischees unbegründet sind, beispielsweise heißt es nicht umsonst „deutsche Pünktlichkeit“.

Nach dem Sprachkurs machten wir uns mit Paris vertraut: alle bekannten Sehenswürdigkeiten und dazu die Hotels und Restaurants, in denen wir später arbeiten sollten. Trepp auf Trepp ab, ob Triumphbogen, Eiffelturm, Sacre-Cœur oder den Katakomben, Stufen und Wege strapazierten selbst die trainierten Waden eines Gastronomen. Zum Glück fährt in den 56. Stock des Tour Montparnasse ein Fahrstuhl. Er braucht auch nur 30 Sekunden.

In der deutschen Botschaft durften wir den Service übernehmen aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysee-Vertrages. Wir fühlten uns sofort willkommen und dank deutscher Einweisung sicher bei der Arbeit. Alle anwesenden Gäste und Lehrer waren stolz auf uns. Untere Schulleiterin Frau Pohlmann unterzeichnete gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin, Madam Pellegrin, den neuen Partnerschaftsvertrag.

Am Wochenende haben wir Paris individuell entdeckt und schon viele Gewohnheiten der Franzosen adaptiert. So drängten wir uns durch die Reihen der überfüllten Metro, um dann mitten in Paris sagen zu können: „Je suis perdu!“

Dann begann das zweiwöchige Praktikum. Auch in den Betrieben wurden wir herzlich aufgenommen. Die Kommunikation hat durchaus funktioniert, auch wenn wir manchmal den Eindruck eines „Sprachsalates im Kopf“ hatten, da in den Betrieben neben Englisch und Französisch auch Spanisch und Arabisch gesprochen wurde. Doch nach ein paar Tagen verstanden wir wenigstens ungefähr, was uns gesagt wurde.

Abends gab’s stets noch eine ordentliche Portion Paris. Es fanden sich schnell Fachleute für billiges Essen, Shoppen, Bars und die Zeiten der letzten Metro zurück ins Hotel. Wir können behaupten, Paris in jeder Façon gesehen zu haben und sind nun kleine Experten.

Diese drei Wochen waren eine einzigartige Erfahrung und wir hoffen, nicht die Letzen gewesen zu sein, die sie erleben durften.

Antge Odinga - HOF 11 -